Wie schmeckt das Bier, das die Menschen vor zirka 8.000 Jahren getrunken haben? Das will der Bierschoff zusammen mit seinen Mitstreitern Florian Erdel, Host des Brautag-Podcast und Helge Becher, ein Steinbier-Experte, herausfinden. In Presseck wollen sie am Samstag (31.01.) das Bier mit den Zutaten brauen, welche die Menschen damals wahrscheinlich zur Verfügung hatten. Vorher steht bereits fest, dass es anders schmeckt, als heutige Biere, sagt der Bierschoff:
Also es wird ganz anders zu all dem, was man bereits kennt. Schon allein, weil wir Getreidesorten nehmen, die so heutzutage kaum noch eingesetzt werden. Dann wird es anders schmecken, weil der Hopfen fehlt. Es wird trotzdem eine Bitternote haben. Es wird auch ein bisschen süß oder pappig werden. Und dann wird es rauchig und auch ein bisschen erdig, dadurch dass man das mit Steinen braut.
Mit heißen Steinen wurde damals vermutlich die Maische erhitzt. Das wollen die Bierenthusiasten am Samstag auch machen. Sie nehmen als Braubehälter einen Eichenbottich, da die Menschen vor 8.000 Jahren noch keine Stein- oder Tonbehälter hatten.
Die Hobbybrauer rechnen mit 30 Liter Bier, die am Ende dabei rauskommen werden. Einen Teil davon bekommt das Forschungszentrum Weihenstephan der TU München, die für das Experiment alte Hefestämme zur Verfügung stellen. Die Forscher untersuchen das Bier, um den Alkohol- oder auch den Zuckergehalt herauszufinden.
Den Rest des Bieres wollen der Bierschoff und seine Mitstreiter zusammen mit ein paar Gästen nächste Woche Samstag (07.02.) verkosten. Dazu wollen sie aus den Überresten des Getreides ein Brot backen und es soll Feigen oder auch Datteln geben. Denn das sind typische Früchte, die in der Herkunftsregion des Bieres, dem Südosten der Türkei, wachsen.
Der Bierschoff und seine Mitstreiter werden den Brauvorgang und die Verkostung dokumentieren und über ihre Social-Media-Kanäle darüber informieren.