BFV-Präsident Christoph Kern dankt Lebensretter David Lang vom FC Eintracht Bamberg

19. März 2026 , 11:03 Uhr

Der Bayernliga-Fußballer David Lang hat sich mit seinen Teamkollegen des FC Eintracht Bamberg für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) typisieren lassen – und der 24 Jahre alte Stürmer hat tatsächlich einem Patienten in den USA mit seiner Stammzellenspende helfen können. Dafür ließ Lang die Vorbereitung auf die Rest-Rückrunde in der Bayernliga sausen. Präsident Christoph Kern hat sich im Namen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) persönlich bei David Lang für seinen selbstlosen Einsatz bedankt und ihn gemeinsam mit seinem Bruder Luis zum Champions-League-Achtelfinalrückspiel des FC Bayern München gegen Atalanta Bergamo (4:1) in die Allianz Arena eingeladen.

„Die Geschichte von David ist eine, die so erstaunlich ist, weil sie eindrucksvoll erzählt, wie unsere Fußballerinnen und Fußballer ticken. Dass sie für andere da und bei allem sportlichen Eifer in der Lage sind, die schönste Nebensache der Welt auch nebensächlich zu nehmen, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten“, sagte Kern beim Treffen in der Münchner Arena: „Vielen Dank an David, der auf und ganz gewiss auch neben dem Platz ein echtes, ja, großes Vorbild ist!“

„Für so einen wichtigen Grund verpasst man gerne einmal ein paar Fußballspiele. Die Hauptsache ist, ein Menschenleben gerettet zu haben. Vielen Dank an Christoph Kern und den BFV für die Einladung. Für meinen Bruder und mich war es wirklich ein einmaliges Erlebnis“, erklärte David Lang.

Die Geschichte von David Langs Typisierung begann tatsächlich im Bamberger Fuchs-Park-Stadion. Weil eine junge Frau aus der Region an Leukämie erkrankt war, veranstaltete auch der seinerzeit noch viertklassige FCE während eines Regionalliga-Spiels im Frühjahr 2025 zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion.

„Wir alle, das ganze Team hat sich gemeinsam typisieren lassen“, erinnert sich Lang. Und bereits Anfang des Jahres nahm die DKMS mit dem angehenden technischen Systemplaner Kontakt auf: Es gäbe große Übereinstimmungen bei den Gewebemerkmalen mit einem Patienten in den USA – und er könne mit einer Stammzellenspende helfen. „Ich habe gar nicht lange überlegt“, erzählt der 24-Jährige. Am 21. Januar musste er zur Voruntersuchung nach Dresden fahren, am 9. Februar rückte er dort im DKMS Collection Center, einem zentralen Anlaufpunkt für Knochenmark- und Stammzellspenden, für die eigentliche Spende ein.

Die Folge: David Lang verpasst nahezu die gesamte Vorbereitung seines Teams auf die Rest-Rückrunde der Bayernliga Nord und auch den Liga-Auftakt gegen den FC Ingolstadt II, weil er nach der Spende mehr als zwei Wochen keinen Sport machen durfte. „Klar hätte ich lieber Fußball gespielt, aber es gibt im Leben nun mal auch wichtigere Dinge“, sagt Lang. Und FCE-Vorstandssprecher Sascha Dorsch ergänzt: „Ich bin megastolz auf David, aber auch auf die anderen Spieler im Team, dass sie sich überhaupt haben typisieren lassen. Und dass David dann auch noch den nächsten Schritt gegangen ist und gespendet hat, finde ich noch schöner. Fußball hin oder her. Am Ende zählt allein, dass David einem Menschen in den USA helfen konnte!“

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