Am Landgericht Bamberg ist ein aufsehenerregender Prozess gestartet. Seit Donnerstag (15.1.) steht dort ein mutmaßlicher Kopf der „Milton-Group“ vor Gericht, die Anleger allein im deutschsprachigen Raum um rund 52 Millionen Euro gebracht haben soll. Dem 50-jährigen Angeklagten wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Er soll nicht nur von Callcentern aus die digitalen Plattformen geleitet, sondern auch spezielle Betrugssoftware vertrieben haben. Bevor die Tätergruppe gefasst werden konnte, ermittelte die Zentralstelle Cybercrime sechs Jahre lang. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.
red