In Oberfranken treibt eine dreiste Betrugsmasche ihr Unwesen: Seit Dezember 2025 tauchen auf Parkplätzen von Drogerien, Verbrauchermärkten und Baumärkten immer wieder falsche Spendensammler auf. Der Schaden liegt bereits bei über 4.000 Euro.
Die Masche ist perfide: Die Täter sprechen Passanten direkt an, bitten um eine kleine Spende – angeblich für soziale Einrichtungen – und zücken plötzlich ein mobiles Kartenlesegerät. Barzahlung? Unerwünscht. Die Opfer bestätigen im guten Glauben einen geringen Betrag. Doch auf dem Display werden höhere Summen oder zusätzliche Nullen eingegeben. Erst beim Blick aufs Konto folgt der Schock: Statt fünf Euro sind plötzlich mehrere Hundert oder sogar fast 1.000 Euro weg.
So geschehen am Mittwoch (11.02.) in Lichtenfels: Auf dem Parkplatz eines Baumarkts baten zwei vermeintliche Bettler um eine Spende für eine Taubstummeneinrichtung. Der Mann wollte fünf Euro geben – am Ende wurden fast 1.000 Euro abgebucht. Bislang sind sechs Fälle in Oberfranken bekannt. Die Polizei warnt eindringlich: Bei spontanen Spendenaktionen im öffentlichen Raum genau hinschauen – und vor allem den angezeigten Betrag auf dem Kartenlesegerät prüfen. Die Täter setzen gezielt auf Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit.
tb