Er frisst die Teiche leer und richtet massive Schäden an den Anlagen an – Tirschenreuths Landrat Roland Grillmeier fordert deshalb ein härteres Vorgehen gegen den Fischotter. Das hat er jetzt auch bei einem Besuch von Bundesumweltminister Carsten Schneider in der Region deutlich gemacht. Konkret setzt sich Grillmeier für eine Absenkung des Schutzstatus und regionale Entnahmemöglichkeiten, ähnlich wie beim Bibermanagement, ein. Hier funktioniere die Entnahme gut und der Bestand sei trotzdem gesichert, so Grillmeier. Der Freistaat Bayern stellt jährlich zwei Millionen Euro für Entschädigungen bei Fischotterschäden bereit – gut die Hälfte davon fließe in die Oberpfalz. Doch nach Ansicht der Betroffenen reichen Ausgleichszahlungen und Zäune allein nicht aus, so Grillmeier weiter. Er fordert weitere Gutachten zum Otterbestand und hofft auf Unterstützung durch Bund und Land, um Naturschutz und den Erhalt der Teichwirtschaft im Landkreis Tirschenreuth besser zu verbinden.