Basketball: Das war ein toller Familienspieltag – leider ohne Happy End.

12. Dezember 2022 , 06:51 Uhr

Brose Bamberg musste sich am Abend in der Basketball Bundesliga dem SYNTAINICS MBC Weißenfels mit 90:98 geschlagen geben.

Bester Werfer Brose Bambergs, das ohne den mit muskulären Problemen nur zum Zuschauen verdammten Patrick Miller auskommen musste, war Kevin Wohlrath mit 18 Punkten.

Das nächste Spiel bestreiten Brose Bamberg am Mittwoch zu Hause im FIBA Europe gegen CSN Oradea aus Rumänien. Los geht´s um 20 UHR

 

Hier der Bericht von Brose Bamberg:

 

Toller Familienspieltag ohne Happy End

 

Brose Bamberg musste sich am 9. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga dem SYNTAINICS MBC mit 90:98 geschlagen geben. Ein vor allem defensiv schwaches drittes Viertel (20:35) legte vor 4.837 Zuschauern in der BROSE ARENA den Grundstein für die erste Niederlage nach zuvor wettbewerbsübergreifend fünf Siegen in Serie. Bester Werfer Brose Bambergs, das ohne den mit muskulären Problemen nur zum Zuschauen verdammten Patrick Miller auskommen musste, war Kevin Wohlrath mit 18 Punkten.

Oren Amiel: „Ich mache heute zwei Dinge nicht: ich suche keine Ausreden und ich werde keinen beschuldigen. Wenn ich das nämlich täte, dann würde ich die Leistung des MBC schmälern. Und das haben sie heute nicht verdient, denn sie haben abgeliefert und einen guten Basketball gezeigt. Am Ende des Tages gibt es für uns jetzt zwei Wege, wie wir nach Hause gehen. Wir können jetzt nach Ausreden suchen und mit dem Finger auf andere zeigen. Oder wir verstehen, dass wir in drei Tagen das nächste Spiel und damit die nächste Chance haben, das heute vergessen zu machen. Daher: morgen geht die Vorbereitung für Oradea los.“

Eine Minute und sechs Sekunden waren gespielt, da traf Amir Bell für Brose zum 2:2 und gab damit den Startschuss für 4.837 Zuschauer, ihre mitgebrachten Plüschtiere beim 2. Bamberger Teddy Bear Toss aufs Spielfeld zu werfen. Nach dem Aufsammeln waren die Gastgeber zunächst spielbestimmend, setzten sich durch zwei erfolgreiche Dreier in Serie von Solomon Young, dazu einen von Kevin Wohlrath nach vier Minuten etwas ab: 11:4. Erstmals zweistellig wurde die Führung nach einem kleinen 6:0-Lauf (20:10, 7.). Die letzten rund 120 Sekunden zeigten dann jedoch die Gäste, dass auch sie sehenswerten Basketball spielen können. Sieben Punkte erzielten die Weißenfelser noch bis zur Sirene, so dass es mit 22:17 in die erste Viertelpause ging.

Auf zwei Punkte schmolz der Vorsprung nach einem Dreier von Ballock, der aber im Gegenzug durch Spencer Reaves, der ebenfalls aus der Distanz traf, wieder auf fünf Punkte zurückgedreht wurde (25:20, 12.). Es war nun eine umkämpfte Partie, in der sich Brose nicht weiter absetzen konnte. Im Gegenteil: die Gäste setzten sich immer wieder unter dem Korb durch, erzielten bis zur Pause insgesamt 24 Punkte „in the Paint“ und gingen eine knappe Minute vor der Halbzeit sogar erstmals in der Partie in Führung: 38:39. Für Bamberg war es Solomon Young, der mit seinem dritten Dreier des Spiels die 41:39-Pausenführung sicherte. Beste Werfer bis dato aber waren zwei andere: Patrick Heckmann und Kevin Wohlrath erzielten bislang jeweils zehn Punkte.

Der Beginn des dritten Viertels war ausgeglichen, mit zunehmender Spielzeit aber kamen die Gäste noch besser in Tritt. Oder anders: Brose schaffte es nicht mehr, die Weißenfelser Spieler adäquat zu verteidigen. Die Folge: der MBC spielte sich in einen kleinen offensiven Rausch, traf allein in diesem Abschnitt sechs Dreier, scorte daneben weiterhin stark in der Zone (zehn Punkte) und riss die Partie vollkommen an sich. Nach 28 Minuten betrug Broses Rückstand 15 Zähler, stand es 55:70. Der dritte Abschnitt ging mit 20:35 verloren, bedeutete: die Hausherren lagen vor den abschließenden zehn Minuten mit 13 Zählern hinten: 61:74.

Für die knapp 5.000 lautstarken Fans war klar, dass ihre Mannschaft von Beginn des Schlussabschnitts an, alles auf eine Karte setzen musste, um die Partie noch umzudrehen. Doch es kam zunächst anders, denn der MBC war weiterhin treffsicher. Dreier von Mushidi direkt im ersten Angriff, ein weiterer drei Minuten später – da betrug Bambergs Rückstand erstmals mehr als 20 Zähler: 63:84. Und dennoch, Brose gab sich nicht auf, versuchte alles, kam zurück und konnte zwei Minuten vor Schluss wieder in den einstelligen Bereich verkürzen. Auf mehr als sieben Punkten kamen die Hausherren jedoch nicht mehr ran und mussten sich letztlich mit 90:98 dem SYNTAINICS MBC geschlagen geben.

Brose Bamberg:
Blunt dnp, Bell 13, Wohlrath 18, Bulić dnp, Bohačík 12, Chachashvili 14, Young 11, Reaves 8, Heckmann 12, Sengfelder 2

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