Die Konjunktur in der Wirtschaftsregion Bamberg zeigt zum Jahresbeginn Aufwärtstendenzen. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage besser und blicken optimistischer in die Zukunft. Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region Bamberg steigt um 5 Punkte und liegt nun bei einem ausgeglichenen Wert von 100.
Die Wirtschaft in der Region Bamberg startet von einer vergleichsweise guten Ausgangsposition ins neue Geschäftsjahr 2026. 30 Prozent der befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Bamberg bewerten ihre aktuelle Geschäftslage positiv, 25 Prozent negativ. Mit einem Saldo von +5 fällt die aktuelle Lagebewertung besser als im vorangegangenen Herbst aus, auch im oberfränkischen Vergleich steht die Region mit diesem Ergebnis gut da.
Der Saldo bei der Kapazitätsauslastung fällt mit +6 Punkten etwas positiver aus als im Herbst mit -2 Punkten. Das Auftragsvolumen dagegen wird im Saldo weiter negativ beurteilt, wenngleich Boden gutgemacht werden konnte. „Unsere Unternehmen vor Ort bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage wieder besser als im vergangenen Herbst. Der Konjunkturklimaindex befindet sich nun genau auf der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Wenn ich an die 2010er Jahre denke, als der Index regelmäßig bei über 120 Punkten lag, haben wir aber noch viel Luft nach oben“, erläutert Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg die aktuelle Wirtschaftslage.
Auch die Geschäftserwartungen in Stadt und Landkreis Bamberg für das Jahr 2026 werden besser. Wie die IHK-Konjunkturbefragung zeigt, erwarten 22 Prozent eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage und 18 Prozent eine Verbesserung, ergibt im Saldo -4 Punkte. Im Herbst waren es noch -10 Punkte.
Vielleicht das wichtigste Ergebnis der jüngsten IHK-Konjunkturbefragung: Die Unternehmen wollen in den kommenden 12 Monaten wieder mehr investieren. 12 Prozent wollen weniger, aber 21 Prozent wollen wieder mehr investieren. Keine andere Teilregion Oberfrankens kommt auf einen ähnlich positiven Saldo. „Dass die Unternehmen ihre Investitionen am Standort Bamberg wieder verstärken möchten, ist ein bedeutendes Signal und ein wichtiger Impuls für die positive Entwicklung unserer Region. Denn investiert wird nur, wenn es wieder mehr Vertrauen in die Rahmenbedingungen gibt. Und nur wenn investiert wird, kann die Wirtschaft auch wieder wachsen“, freut sich Grimmer. „Damit das Vertrauen weiterwachsen kann, benötigen die Unternehmen aber dringend bessere Rahmenbedingungen – allen voran eine wirtschaftsfreundlichere Politik mit geringeren Arbeitskosten, Steuern, Energiepreisen und vor allem weniger Bürokratie.“
Die Prognosen zur Beschäftigtenentwicklung am Standort werden zwar besser, doch gibt es weiter deutlich Luft nach oben. Während 13 Prozent der befragten Unternehmen von einem Beschäftigtenaufbau am Standort für das Jahr 2026 ausgehen, erwarten 19 Prozent einen Abbau der Belegschaft.