Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Kripo gegen einen Arzt ermittelt der am Klinikum Bamberg gearbeitet hat, taucht die Frage auf, ob auch Patientinnen betroffen sin. Bisher verneinen die Ermittler und auch das Krankenhaus. Daten, die man bei einer Durchsuchung der Wohnung des 32-Jährigen sichergestellt hat, müssen forensisch ausgewertet werden.
Ins Rollen gekommen war der Fall, als eine Zeugin Ende Mai bei einer öffentlichen Veranstaltung außerhalb des Landkreises Bamberg zufällig eine versteckte Kamera entdeckt hat. Darauf sollen sich auch Bilder aus dem Badezimmer des Arztes befunden haben und man konnte ihm die Kamera zuordnen.
Bisher heißt es, an seinem Arbeitsplatz, im privaten Umfeld und in der Öffentlichkeit soll der Arzt Aufnahmen von Frauen gemacht haben. Wie viele Personen betroffen sind, ist noch nicht bekannt.
Der Bamberger Oberbürgermeister ist Vorsitzender der Sozialstiftung Bamberg, die das Krankenhaus steuert und verwaltet. Von der Stiftung heißt es, man unterstütze die Ermittlungen, damit der Sachverhalt möglichst schnell aufgeklärt werde.