Wie kann und soll es in Bamberg nach der Oberbürgermeister- und Stadtratswahl im März mit der freien Kulturszene weitergehen? Diese Frage haben am Abend insgesamt elf OB- und Stadtratskandidatinnen und Kandidaten diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung in der Kufa von Jochen Neurath, Mitglied des „Runden Tischs Kultur“ und aktueller Kulturförderpreisträger der Stadt. Sein Fazit der Diskussion:
„Erstmal, dass anscheinend die Kultur doch für alle Parteien einen wirklich hohen und zentralen Wert in der Stadtpolitik hat. Erstaunlich war für mich, dass in vielen Sachfragen eine große Einigkeit zwischen den verschiedenen Parteien herrscht und man sich fragt, warum das nicht dann schon lange auch umgesetzt wurde.“
Auch wenn es unterschiedliche Herangehensweise gebe, spüre er den Wunsch der Beteiligten, die Kultur weiter zu stärken und voranzubringen. Ein wichtiger Punkt für Neurath nach der Wahl: ausreichende finanzielle Mittel und:
„Für mich ist auch die Verlässlichkeit sehr wichtig im Sinne einer klaren Leitlinie, eine Art „Masterplans-Kultur“ für die Stadt Bamberg. Der fehlt bisher und dadurch hatte die Unterstützung der Kultur immer sowas von Gutsherrenart in den letzten Jahren, weil man sich nicht auf wirkliche Kriterien berufen konnte.“
Diskutiert wurden unter anderem Themen wie die finanzielle Förderung und die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten.