Herzrasen, Panikattacken, Krampfanfälle und im schlimmsten Fall: Der Tod. Sogenannte Baller-Liquids sind seit Jahresbeginn in den Fokus in Hochfranken gerückt. Die Ermittler waren im Februar damit an die Öffentlichkeit gegangen. Der Hofer Sonnenplatz gilt dabei als Umschlagsplatz, die Abnehmer sind oft Jugendliche. Sie kaufen sich diese mit Cannabinoiden versetzten Liquids für die E-Zigarette.
Vor der Jugendkammer des Landgerichts Hof mussten sich nun vier Dealer verantworten. Zwei der noch jugendlichen Angeklagten haben eine Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung bekommen. Ein weiterer Angeklagter wurde zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Er soll in einer Erziehungsanstalt untergebracht werden, heißt es auf Nachfrage beim Landgericht Hof. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn sogar eine Strafe von über drei Jahren und neun Monaten vorgesehen. Gegen einen vierten Beteiligten ist das Verfahren wegen geringer Schuld eingestellt worden. Die vier syrischen Angeklagten hatten zu Prozessbeginn gestanden und hatten mit dem Handel von Baller-Liquids laut eigenen Aussagen den eigenen Konsum decken wollen.