Bahnsperrung dauert länger: Mehr Tempo bei Elektrifizierung gefordert

07. November 2025 , 08:00 Uhr

Bahnreisende in der Region müssen vermutlich bis mindestens Sommer 2026 auf den Schienenersatzverkehr auf der Strecke zwischen Hof und Nürnberg setzen. Wie die Bahn mitgeteilt hat, dauern die Bauarbeiten an den maroden Brücken im Pegnitztal deutlich länger als gedacht. Das sorgt für viel Unmut, auch beim Pegnitzer Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Er fordert, die Streckensperrung zu nutzen, um jetzt Tempo beim Thema Elektrifizierung zu machen:

Ihr könnt nicht sagen: Energiewende, das und jenes, und gleichzeitig bleiben wir die Dieselinsel, wie soll ich mir das vorstellen? Das funktioniert nicht. Also machen wir aus der Not eine Tugend und versuchen wir, das mit der Elektrifizierung jetzt auf die Beine zu stellen. Aus meiner Sicht wären die Gelder da, die hat man auch immer wieder eingestellt, aber man hat es halt nicht realisiert. Und da müssen wir jetzt einfach Gas geben.

Es könnte passieren, dass immerhin die Strecke von Pegnitz nach Neuhaus früher wieder öffnen kann, so Nierhoff. Denn auf diesem Abschnitt gebe es nur drei Brücken. Dass die Bahn die Strecke sperrt, haben alle Städte entlang der sogenannten Franken-Sachsen-Magistrale im September nur weniger Stunden vor Eintritt der Sperrung erfahren.

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