Während viele Industriebetriebe in der Region über Azubimangel klagen, sieht es im oberfränkischen Handwerk aktuell offenbar gut aus. Zum Ausbildungsstart am 1. September zählt die Handwerkskammer für Oberfranken rund 1.800 neue Lehrverträge. Das ist ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Trotz fehlendem Gymnasiasten-Jahrgang und harter Konkurrenz um Nachwuchskräfte wächst die Zahl der Azubis bereits im dritten Jahr in Folge. Immer mehr junge Leute würden die guten Chancen im Handwerk erkennen und auch dessen Image verbessere sich spürbar, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer. Trotzdem sind noch nicht alle Plätze besetzt: In der Lehrstellenbörse stehen aktuell über 370 Ausbildungsangebote offen. Wer noch unentschlossen ist, hat also weiterhin Chancen auf einen Einstieg.