Wertvolle Lektionen lernen und eine Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft legen – darum geht es in der Ausbildung. Heute (Mo) startet für knapp 3.700 Auszubildende in ganz Oberfranken ein neuer Lebensabschnitt. Trotzdem bleiben viele Ausbildungsplätze in Oberfranken unbesetzt. Gründe dafür sieht Kulmbacher IHK-Gremiumsvorsitzender, Harry Weiß, unter anderem in der Automobilkrise. Aber auch ein neuer Trend überrascht ihn: Immer mehr junge Menschen, die weder studieren noch eine Ausbildung machen, sondern gleich ins Berufsleben einsteigen.
„Nur darauf zu setzen, dass man gleich in den Arbeitsprozess einsteigt, ist vielleicht kurzfristig interessant und attraktiv, weil man sofort Geld verdient. Aber mittel- bis langfristig ist das in meinen Augen natürlich der falsche Weg, weil es immer darum geht, im Berufsleben qualifiziert tätig zu sein – als Fachkraft. Wenn diese Qualifikationen fehlen, dann bist du eigentlich immer der Letzte in der Nahrungskette.“
Im Landkreis Kulmbach kommen auf jeden Bewerber drei unbesetzte Ausbildungsplätze. Besonders in der der Kunstoffverarbeitung oder den Handelsberufen gibt es beispielsweise sehr viele unbesetzte Stellen. In Branchen wie Software oder Technik ist es andersherum.