Habichtskäuze sind in Deutschland weitgehend ausgestorben gewesen. In Nordostbayern vermehren sich die scheuen Eulenvögel wieder. Das ist das Ergebnis eines seit fast zehn Jahren laufenden Wiederansiedlungsprojekts. Auch heuer hat der Verein für Landschaftspflege, Artenschutz & Biodiversität wieder 28 Jungvögel ausgewildert.
Seit 2017 hat der Verein 161 Habichtskäuze freigelassen. Seit 2024 ist auch Nachwuchs in freier Natur nachgewiesen. Zwölf der jüngst ausgewilderten Tiere tragen GPS-GSM-Sender. Die gewonnenen Daten sollen helfen, die Entwicklung der noch jungen Population besser zu verstehen. Das Kerngebiet der Wiederansiedlung liegt unter anderem im Fichtelgebirge. Die meisten der freigelassenen Tiere seien bislang in diesem Raum geblieben, heißt es vom Verein. Einzelne Habichtskäuze hätten allerdings weite Strecken zurückgelegt und sich unter anderem im Vogtland niedergelassen. Das Ziel – die dauerhafte Etablierung des Habichtskauzes in der Region – sehen die Projektverantwortlichen noch nicht erreicht. Deshalb will der Verein in den kommenden Jahren weitere Jungvögel in geeigneten Waldgebieten freisetzen.