Auf der Großbaustelle für das neue Atrium am Bamberger Bahnhof geht es inzwischen sichtbar voran. Das Gebäude wächst in die Höhe, auf der Baustelle sind täglich zahlreiche Handwerker im Einsatz. Auch die Verbindung zwischen dem bestehenden Altbau und dem neuen Gebäudeteil wird derzeit hergestellt.
Das war vor einigen Wochen noch anders: Weil über längere Zeit kaum Fortschritte zu erkennen waren, waren in Bamberg Gerüchte über einen möglichen Baustopp aufgekommen. Zusätzlich sorgte die Insolvenz der Baugenossenschaft Franken für Fragen. Das Unternehmen war beim Atrium-Projekt ursprünglich für die Generalplanung zuständig. Das Insolvenzverfahren wurde inzwischen eröffnet. Laut Insolvenzverwalter hat die Insolvenz allerdings keine Auswirkungen auf das Atrium-Projekt.
Der Investor, die baden-württembergische SWT-Unternehmensgruppe, hatte der Baugenossenschaft Franken bereits im Juli gekündigt und sich anschließend neu aufgestellt.
Mitte September hat sich Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier im Rathaus mit den Verantwortlichen des Investors getroffen. Wie der Fränkische Tag berichtet, verlief das Gespräch nach Angaben des OB konstruktiv. Dabei ging es unter anderem um die weitere Entwicklung des Projekts, den Zeitplan sowie die Gestaltung des Außenbereichs und des Umfelds.
Niedermaier zeigte sich anschließend zuversichtlich. Er habe beim Treffen deutlich gemacht, welche Bedeutung das Atrium für Bamberg habe – sowohl für das Stadtbild rund um den Bahnhof als auch für die Bürgerinnen und Bürger.
Einen konkreten Fertigstellungstermin nennt der Investor bislang nicht. Nach einer Information an den Bamberger Ältestenrat soll das Projekt allerdings innerhalb der vereinbarten Bauzeit von 48 Monaten umgesetzt werden. Da mit den Arbeiten im Februar 2025 begonnen wurde, wäre damit eine Fertigstellung spätestens Anfang 2029 vorgesehen.