Arbeitsreiche Woche am Bamberger Landgericht - heute starten gleich drei Prozesse

29. Juni 2026 , 08:18 Uhr

Am Landgericht Bamberg beginnt heute  ein Sicherungsverfahren gegen einen 46-jährigen Mann. Ihm werden unter anderem Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, versuchte Entziehung Minderjähriger und Widerstand gegen Polizeibeamte vorgeworfen.
Der Mann soll im November 2025 ohne Fahrschein mit dem Zug von Bamberg nach Hirschaid gefahren sein. Bei einer Kontrolle durch eine Zugbegleiterin kam es laut Anklage zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf er eine Bombendrohung geäußert haben soll. Kurz darauf soll er in Hirschaid versucht haben, ein Kleinkind aus einem Kinderwagen zu nehmen. Auch bei der anschließenden Festnahme habe er sich erheblich gegen Polizeibeamte gewehrt.
Die Staatsanwaltschaft geht von Schuldunfähigkeit aus und strebt die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs muss sich heute ein 40-Jähriger vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Der Mann soll Teil einer Tätergruppe gewesen sein, die über Callcenter im Ausland mit angeblichen Trading-Plattformen Anleger aus dem deutschsprachigen Raum um ihr Geld gebracht haben soll. Den Betroffenen sei dabei vorgespiegelt worden, sie könnten durch Investitionen hohe Gewinne erzielen. Tatsächlich, so die Anklage, habe es keine echten Anlagen oder Gewinnausschüttungen gegeben – das Geld sei von Anfang an für die Täter bestimmt gewesen. Der Angeklagte soll laut Ermittlungen auch an Organisation und Zahlungsströmen beteiligt gewesen sein. Der Schaden wird auf rund 600.000 Euro beziffert.

Vom Darknet bis ins Gericht: einer 33-jährigen Frau und einem 25-jährigen Mann wird bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Laut Anklage sollen sie Teil einer Gruppierung gewesen sein, die über Online-Plattformen und Messenger-Dienste einen groß angelegten Drogenversand organisiert hat. Insgesamt geht es um mehr als 11.000 Verkäufe und einen Umsatz von rund einer Million Euro. Verkauft worden sein sollen unter anderem Cannabis, Betäubungsmittel und neue psychoaktive Stoffe. Für den Prozess, der ebenfalls heute startet, sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt: 30.06.2026, 01.07.2026, 06.07.2026, 09.07.2026, 13.07.2026

Das könnte Dich auch interessieren

29.06.2026 Außer Lebensgefahr: 15-Jährige nach Badeunfall in stabilem Zustand Die Polizei hat Einzelheiten zu dem Badeunfall in Breitengüßbach gestern Vormittag bekannt gegeben. An einem Baggersee hatten aufmerksame Badegäste zwei 15 und 20 Jahre alte afghanische Schwestern, aus dem Wasser gezogen. Die beiden Nichtschwimmerinnen waren am Übergang zum Main untergegangen. Die Zeugen leisteten erste Hilfe, bis der Rettungsdienst da war. Die 15-Jährige wurde in lebensbedrohlichem 29.06.2026 Mitreden statt Aufregen: Bayreuths Bürgerwerkstatt Wie soll die Bayreuther Zukunft aussehen? Genau darum geht es nächste Woche bei einer Bürgerwerkstatt im Friedrichsforum. Dort können Bayreutherinnen und Bayreuther ihre Ideen einbringen: zum Beispiel zu Wohnen, Verkehr, Freizeit, Kultur, Klimaschutz oder öffentlichen Plätzen. Besonders im Fokus stehen unter anderem das Bahnhofsquartier, die Herzoghöhe, das Gebiet zwischen Tappertaue und Oberkonnersreuth und das Quartier 29.06.2026 Übergabe von zwei UV-Indextafeln in Neunkirchen am Brand Im Freibad Neunkirchen am Brand wurden zwei neue UV-Indextafeln im Beisein der stellvertretenden Landrätin Rosi Kraus, übergeben. Die Tafeln informieren künftig tagesaktuell über die Intensität der UV-Strahlung und unterstützen Besucherinnen und Besucher dabei, verantwortungsbewusst mit Sonneneinstrahlung umzugehen. Installiert werden sie sowohl im Freibad Neunkirchen am Brand als auch am Obstinfo-Weg des Obstinformationszentrums in Hilpoltstein – zwei 29.06.2026 Waldbrandgefahr sinkt - Wasserstände weiter niedrig Die stellenweisen Niederschläge und Gewitter in der Nacht haben die Waldbrandgefahr im RadioEINS-Land deutlich sinken lassen. Im Raum Kronach/Lichtenfels ist sie wieder auf die niedrigste Stufe eins gefallen, im Raum Coburg soll das morgen der Fall sein. Auf die Flüsse in der Region hat das aber kaum Einfluss. Überall ist der Wasserstand noch niedrig bis