Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels hat sich 2025 trotz anhaltender Konjunkturflaute insgesamt stabil gezeigt. Das geht aus dem Jahresrückblick der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg hervor. Mit rund 244 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist die Zahl der Jobs im Agenturbezirk nur leicht gesunken. Während Vollzeitstellen zurückgingen, nahm die Teilzeit weiter zu – inzwischen arbeitet fast jeder Dritte in Teilzeit. Gründe dafür sind vor allem der Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der zunehmende Fachkräftemangel. Dieser Fachkräftemangel wird vor allem durch die demografische Entwicklung verschärft: Knapp ein Viertel der Beschäftigten ist bereits 55 Jahre oder älter. Zuwanderung bleibt deshalb ein wichtiger Faktor. Die Zahl ausländischer Beschäftigter stieg weiter an – besonders deutlich bei Ukrainern, Syrern und Rumänen. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 4,1 Prozent. Auffällig: Trotz mehr Entlassungen fanden auch mehr Menschen wieder eine neue Stelle – vor allem in der Produktion, im Handel, bei Dienstleistungen sowie in Verkehr und Logistik.
Im Dezember ist Arbeitslosenquote in der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels wieder auf Vorjahresniveau gesunken. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg lag sie im Dezember bei 3,9 Prozent – genauso hoch wie im Dezember 2024.Der Anstieg fiel allerdings schwächer aus als in früheren Jahren – unter anderem, weil ein früher Wintereinbruch ausblieb. Im RadioEINS-Land liegt die Arbeitslosenquote etwas über dem Schnitt des Agenturbezirks. Trotz der anhaltenden Konjunkturflaute gibt es auch positive Signale vom Stellenmarkt. Im Agenturbezirk wurden im Dezember wieder mehr neue Jobs gemeldet als im Vorjahr – vor allem in der Zeitarbeit, der Industrie sowie im Handel. Insgesamt ist das Stellenangebot jedoch geringer als noch vor einigen Jahren.