Es gibt so wenige Apotheken in Deutschland wie seit 50 Jahren nicht mehr. Das wurde auf einem Pressegespräch im Langheimer Amtshof heute (Mo) deutlich. Auch im Landkreis Kulmbach haben in den letzten Jahren immer mehr Apotheken geschlossen. Es sind mittlerweile nur noch 16, acht davon liegen in der Stadt Kulmbach. Der Sprecher der Kulmbacher Apotheker und Vorsitzender des Bayerischen und Deutschen Apothekerverbandes Hans Peter Hubmann:
Wir leiden darunter, dass schlicht und einfach das Packungshonorar seit mehr als 13 Jahren nicht mehr angehoben wurde und die Kosten uns davonlaufen. Wir brauchen die zugesagte Honoraranpassung dringend, um die Bevölkerung weiterhin mit Arzneimitteln versorgen zu können und die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.
Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass das Honorar von 8,35 Euro auf 9,50 Euro ansteigen soll. Die Apotheker fordern, dass dieses Versprechen eingehalten wird und protestieren nächste Woche Montag (23.03.). Bayernweit soll ein Großteil der Apotheken an dem Tag geschlossen haben, es wird nur den Notdienst geben. Außerdem ist eine Kundgebung in München geplant.
Der Kulmbacher Freie Wähler-Landtagsabgeordnete Rainer Ludwig hat angekündigt, dass die bayerischen Koalitionspartner noch in dieser Woche einen Antrag an den Bund stellen wollen. Auch sie fordern von der Bundesregierung, dass das Honorar der Apotheker erhöht wird.
Auf dem Bild von links: Vorsitzender des Bayerischen und Deutschen Apothekerverbandes Hans Peter Hubmann, Kulmbacher Freie Wähler-Landtagsabgeordneter Rainer Ludwig, Landrat Klaus Peter Söllner, Schulleiter der Kulmbacher PTA-Schule Edgar Gräf