In Bayern sind die Menschen vergleichsweise gesund. Hier verzeichnet die Krankenkasse AOK im bundesweiten Vergleich den zweitniedrigsten Krankenstand. Bemessen wird der an der Zahl der Krankheitstage. Allerdings zeigt sich in Bayern ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Während die AOK in Garmisch-Partenkirchen die wenigsten Krankheitstage registriert hat, sind es hier in Oberfranken die meisten. 6,7 Tage sind die Oberfranken im Schnitt krank geschrieben. Zum Vergleich: In ganz Bayern liegt der Durchschnitt bei 5,8 Krankheitstagen.
Der Landkreis Wunsiedel spiegelt genau den oberfränkischen Durchschnitt wider. Stadt und Landkreis Hof liegen leicht darunter (Hof: 6,2 Tage/Landkreis: 6,5 Tage). Die meisten Krankheitstage in Oberfranken bringt aber der Landkreis Kronach zusammen, mit 7,8 Tagen, und auch die Lichtenfelser sind lange krank (7,0 Tage). Lange Fehlzeiten ergeben sich laut AOK immer mehr durch psychische Erkrankungen. Seit 2016 ist deren Anteil an sogenannten Arbeitsunfähigkeitstagen um 50 Prozent gestiegen. Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen gehören auch zu den häufigsten Ausfallgründen. Was die aktuelle Auswertung aber auch zeigt: An den telefonischen Krankschreibungen liegt der hohe Krankenstand jedenfalls nicht – mit der werde sehr verantwortungsvoll umgegangen, heißt es in einer Mitteilung der Krankenkasse.