Alter und Vorsorge: Infoveranstaltungen in Hof, Schauenstein und Reichenbach

22. April 2026 , 13:00 Uhr

Heiß diskutiert sind gerade die Reformen, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen und Pflege vorsieht. Kritiker sehen darin keine Reformen, sondern vor allem Einschnitte für alle, die ins System einzahlen und besonders auf die Leistungen angewiesen sind.
Die Pläne deuten jedenfalls daraufhin, dass wir fürs Alter verstärkt selbst vorsorgen müssen. Und auf was ihr dabei achten könnt, welche Hilfen im Alter, Verfügungen und Vollmachten ihr vorab organisieren könnt – darum geht es heute bei zwei Infoveranstaltungen in der Region. Am Nachmittag in Reichenbach und am Abend in Schauenstein.

m Hofer Sana Klinikum findet heute außerdem ein Gesundheitsvortrag zu einem Thema statt, das viele auch fälschlicherweise mit dem Alter verbinden: Dort geht um das Thema Schlaganfall und wie ihr ihn erkennen, im Notfall handeln und vorbeugen könnt. Start ist hier um 18 Uhr.

 

Veranstaltung in Schauenstein: 
um 17:00 Uhr im Rathaus der Stadt Schauenstein  – Mehrgenerationenraum, Schulstraße 15, 95197 Schauenstein

Im Mittelpunkt stehen wichtige Themen, die insbesondere für ältere Menschen sowie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen von großer Bedeutung sind: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Wohngeld sowie Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.

Die Vorträge werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Soziales des Landratsamtes Hof gestaltet. Dabei werden verständlich und praxisnah unter anderem folgende Fragen beantwortet:

Wer hat Anspruch auf finanzielle Unterstützung?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Wie und wo stelle ich einen Antrag?
Wer unterstützt mich bei Fragen oder beim Ausfüllen der Unterlagen?
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends liegt auf der rechtlichen Vorsorge. Die Fachkräfte der Betreuungsstelle erklären den Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung und zeigen auf, warum eine frühzeitige Regelung sinnvoll ist. Dabei wird unter anderem erläutert:

Was ist eine Vorsorgevollmacht?
Was ist eine Betreuungsverfügung?
Wann ist welche Regelung sinnvoll?
Ziel der Veranstaltung ist es, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig zu informieren, Unsicherheiten abzubauen und Orientierung bei wichtigen sozialen und rechtlichen Fragen

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Veranstaltung in Reichenbach:
Jährlich veranstaltet das Pflegenetzwerk die sogenannten Themennachmittage zu unterschiedlichen Themen, Fragestellungen und Problematiken aus dem Bereich Pflege. Daran teilnehmen können sowohl Pflegebedürftige und deren Angehörige als auch Fachpersonal und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Alle Themennachmittage sind kostenfrei und finden in unterschiedlichen Regionen des Vogtlandkreises statt.

Frau Nicole Börner, Teamleiterin der Betreuungsbehörde des Landratsamtes Vogtlandkreis, wird dieses Mal über das Thema „Vorsorge – Bei Unfall, Krankheit und Lebensende“ informieren.

Bei einem Unfall, einer Krankheit, im Pflegefall oder am Lebensende gut und richtig versorgt zu sein, ist der Wunsch eines Jeden. Gemeinsam mit Vertretern der Ärzteschaft im Vogtland, den regionalen Krankenhäusern und der Betreuungsbehörde wurde eine Vorsorge-Mappe entwickelt und gestaltet. Neben persönlichen Wünschen, krankheitsbedingten Hinweisen, Notfallkarten und Checklisten, ergänzen Vordrucke wie z.B. die Vorsorgevollmacht, die Patientenverfügung und die Betreuungsverfügung die Vorsorge-Mappe. Die Betreuungsbehörde im Vogtlandkreis informiert darüber, was im Einzelnen zu beachten ist und steht bei

Fragen rund um das Thema zur Verfügung.

Weil dieses Thema so wichtig ist, lädt das Pflegenetzwerk Vogtlandkreis alle Interessierten

am Mittwoch, dem 22. April 2026 um 15 Uhr

in die Begegnungsstätte Diakoniewerk Reichenbach,

zu finden auf dem Nordhorner Platz 3

in 08468 Reichenbach

ganz herzlich ein.

Das Veranstaltungsende ist gegen 17 Uhr vorgesehen.

 

Veranstaltung im Sana Klinikum Hof:

Schlaganfall: Notfall erkennen, Leben retten, Risiko senken!

Gesundheitsvortrag: Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof, Konferenzraum Ebene +2
„Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute“, betont Dr. Jan Latta, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana Klinikum Hof. „Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie man einen Schlaganfall erkennt.“ Das und vieles mehr wird der neue Chefarzt am Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr im Rahmen des Vortrags „Schlaganfall – Notfall erkennen – Leben retten – Risiko senken!“ erklären.

Die Stroke Unit – eine hochspezialisierte, zertifizierte Abteilung zur Akutversorgung von Schlaganfallpatienten – ist rund um die Uhr besetzt und verfügt über modernste Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. „Unsere moderne Radiologie ist mit hochleistungsfähigen CT und MRT-Geräten ausgestattet, die Aufnahmen in exzellenter Bildqualität ermöglicht. Das hat nicht jede Klinik“, betont der Experte. Auch im Bereich der Therapie habe es in den vergangenen Jahren viele Fortschritte gegeben: „Es ist viel mehr möglich als noch vor einigen Jahren. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns beständig weiterbilden und vernetzen.“

Wichtigster Faktor bei der Behandlung von Schlaganfall-Patienten: die Zeit. Die besten Ergebnisse könne man innerhalb der „goldenen Stunde“ erzielen, also wenn zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem Behandlungsbeginn weniger als eine Stunde vergeht. Wie man einen Schlaganfall erkennt und richtig reagiert, wird Dr. Latta den Besuchern des Vortrages anschaulich erklären. „Ein Alarmzeichen ist es in jedem Fall immer, wenn plötzlich etwas nicht mehr funktioniert, was zuvor noch funktioniert hat – wie beispielsweise den Arm heben, schlucken oder sprechen.“

Auch nach der goldenen Stunde sei eine Behandlung noch möglich und sinnvoll. Das Sana Klinikum arbeite dabei eng mit den Hausärzten und niedergelassenen Ärzten sowie Reha-Kliniken zusammen und könne bei Bedarf für spezielle Behandlungen oder Eingriffe auch auf ein Netzwerk externer Spezialisten aus anderen Kliniken zurückgreifen.

Wie der Chefarzt erklärt, kommen bei der Behandlung von Schlaganfall-Patienten verschiedenste Fachrichtungen zum Einsatz – von der Notaufnahme über die Radiologie, Neurologie und Neurochirurgie bis hin zu Kardiologen, weil beispielsweise auch die Einstellung von Blutdruck und Zuckerwerten von Bedeutung sei. Liegen kognitive Einschränkungen vor, kommt unter Umständen die Psychiatrie mit ins Boot sowie bei der Nachbehandlung von älteren Menschen die Geriatrie.

Neben den hilfreichen Informationen über das Erkennen und Behandeln von Schlaganfällen gibt Dr. Jan Latta auch praktische Tipps, wie man das Risiko senken kann – von Ernährung und Bewegung bis hin zu alltäglichen Gewohnheiten, die die Gefäßgesundheit unterstützen. 

 Der Eintritt zu dem Vortrag ist kostenfrei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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