Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg warnt nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern vor einem weiteren Erstarken der AfD. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Partei stärkste Kraft, in Berlin erreichte sie den dritten Platz.
Allianz-Vorsitzender Stephan Doll spricht von einem weiteren „Dammbruch“ und verweist auf rechtsextreme Verbindungen innerhalb der AfD. In Mecklenburg-Vorpommern sei unter anderem der neue Generalsekretär Dario Seifert zuvor in der Jugendorganisation der NPD aktiv gewesen. In Berlin habe sich AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker mit den Rechtsextremisten Martin Sellner und Götz Kubitschek getroffen.
Die Allianz fordert deshalb eine klare Abgrenzung von der AfD. Alle demokratischen Parteien sollten nicht mit Rechtsextremisten zusammenarbeiten. Zudem appelliert die Allianz an die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung, Demokratiefördergesetze zu beschließen.
Hinter der Allianz stehen 164 kommunale Gebietskörperschaften und 372 zivilgesellschaftliche Organisationen. Sie wollen damit die Zivilgesellschaft bei der Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten stärken.