Es knirscht zwischen der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten und dem Tarifpartner, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Die NGG hatte der Branche auch in der Region vorgeworfen, trotzt gesunkener Mehrwertsteuer keine höheren Löhne zu zahlen oder günstigere Preise an die Gäste weiterzugeben. Die DEHOGA widerspricht. Die Realität sehe anders aus: Nach der Erhöhung von 7 auf 19 Prozent Anfang 2024 seien die Preise in der Gastronomie nur um 6,6 Prozent gestiegen, viele Wirte hätten die Mehrbelastung aus eigener Tasche bezahlt, trotz Kostenlawine. Der Verband verweist darauf, dass man in Deutschland im europäischen Vergleich mit die höchsten Bruttolöhne bei gleichzeitig den niedrigsten Nettolöhnen habe. Arbeitskosten seien um 34 Prozent, Energiekosten um 27 Prozent und Lebensmittelpreise um 26 Prozent gestiegen. Die Mehrwertsteuersenkung sei kein Geschenk, sondern für viele Betriebe der letzte Rettungsring. Zur Kritik der NGG erklärte die DEHOGA: Man erwarte Unterstützung von der Gewerkschaft, keine Diffamierung.