Bayreuther Forschungsinstitut für Musiktheater feiert 50-jähriges Bestehen
1976 gegründet, erforscht das Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth bis heute alle Aspekte rund um die Genres des Musiktheaters, von der Oper über das Musical bis hin zur Performance. Unter dem Motto „Ein Jahr fünfzig Jahre fimt“ wird das Jubiläum gefeiert. Den Auftakt macht die studentische Ausstellung „KriegsFestSpiele“ in Kooperation mit dem Institut für fränkische Landesgeschichte und der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne.
„Ein Jahr fünfzig Jahre fimt“ dient als Motto für ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen, die die Forschung der letzten Jahrzehnte beleuchten und vermitteln sollen. Den Auftakt machen mehrere Veranstaltungen um den Themenkomplex Richard Wagner und die Bayreuther Festspiele. Eröffnet wird das Jubiläum am 25. Juli um 11 Uhr mit der Vernissage zur studentischen Ausstellung „KriegsFestSpiele. Im Spiegel der Bayreuther Presse“. Die Ausstellung zeigt anhand historischer Zeitungsausschnitte, wie Sprache, Bilder, Layout und Berichterstattung genutzt wurden, um die Festspiele als Bühne politischer Botschaften zu formen und ihr Profil im Laufe des Krieges zu verändern. So wird sichtbar, wie sich ästhetische Entscheidungen und mediale Strategien mit politischen Zielsetzungen verbinden. Die Ausstellung entstand als interdisziplinäres Projekt zwischen dem fimt (Prof. Dr. Anno Mungen), dem Institut für fränkische Landesgeschichte der Universitäten Bamberg und Bayreuth (Prof. Dr. Astrid Swenson) und den Bayreuther Studierenden der Fachgruppen MusikTheater und Geschichte in Kooperation mit der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne. Die Szenografin Valentine Koppenhöfer unterstützte das Team bei der Umsetzung. Die Ausstellung kann vom 25. Juli bis zum 04. Oktober im Flügelhaus von Steingraeber & Söhne in Bayreuth besucht werden.
Weiter feiert das Jubiläum mit der Liedmatinée „Revolution und Kunst“ über die Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient am 26. Juli bei Steingraeber & Söhne. Am 23. August findet die Lecture-Performance „Weißt du, wie das war?“ im Iwalewahaus statt, die sich den Ergebnissen und Erfahrungen der historisch informierten Aufführung Richard Wagners Ring des Nibelungen widmet. Bis Juli 2027 folgen weitere Veranstaltungen wie eine Neuauflage des Thurnauer Tanzbodens, die Konferenz „Komponistinnen für die Oper?!“ und ein Alumnitreffen. Alle weiteren Informationen zu den Veranstaltungen finden sich auf der Website des fimt.
Das Jubiläumsjahr wird gefördert durch die Stadt Bayreuth, im Rahmen von „Festival150“, die Oberfrankenstiftung, Almaviva e. V., das Wissenschaftszentrum Thurnau und die Sparkassenstiftung Kulmbach.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
red