Genau 40 Jahre ist die größte Nuklearkatastrophe in der Geschichte atomarer Energieerzeugung an diesem Wochenende her: Gemeint ist die Explosion des Kernreaktors am Atomkraftwerk Tschernobyl in der heutigen Ukraine. Die frei gesetzte Radioaktivität hatte 1986 Auswirkungen auf ganz Europa und katastrophale Folgen für die Menschen vor Ort. Bis heute ist die Gegend um Tschernobyl kontaminiert und verwaist.
Seitdem wird Atomkraft nicht mehr grundsätzlich als sicher betrachtet – insbesondere von Naturschützern.
Der BUND Naturschutz in Bayern trifft sich morgen (SO) zur zentralen Gedenkveranstaltung hier in Oberfranken. In Bamberg soll es um eine fachliche Einordnung und die aktuellen Entwicklungen rund ums Thema Atomkraft gehen, heißt es in einer Mitteilung des BUND. Ein öffentliches Gedenken ist um 17 Uhr am Tschernobyl-Denkmal auf dem Landesgartenschaugelände in Bamberg geplant.
14:00 – 16:00 Uhr
Atomkraft ohne Zukunft – 40 Jahre nach Tschernobyl keine Entwarnung
Gemeindezentrum der Erlöserkirche, Kunigundendamm 15, Bamberg
Mit Reden von:
Prof. Dr. Hubert Weiger (BN-Ehrenvorsitzender)
Martin Geilhufe (BN-Landesvorsitzender)
Patricia Lorenz (GLOBAL 2000/Friends of the Earth Europe), zugeschaltet
17:00 – 18:00 Uhr
Öffentliches Gedenken am Tschernobyl-Denkmal unterhalb der Friedensbrücke (Landesgartenschaugelände), Bamberg
Mit Kurzbeiträgen von: Martin Geilhufe, Prof. Dr. Hubert Weiger, Nanne Wienands, Ursula Sowa u. a.