Seit heute (12.6.) hat die Stadt Bayreuth ein neues Stadtarchiv. Am Nachmittag hat die feierliche Eröffnung des neuen Gebäudes stattgefunden. Das Stadtarchiv ist ab sofort im Stadtteil St. Georgen untergebracht. Für das neue Gebäude wurde die ehemalige Leers’sche Villa an der Bernecker Straße aus dem Jahr 1901 komplett saniert und um einen Neubau erweitert. Oberbürgermeister Andreas Zippel:
Die Archivarbeit ist eine Pflichtaufgabe. Wir müssen uns darum kümmern, es ist total wichtig für die Arbeit der Stadt Bayreuth. Das Standesamt, das Meldeamt, das Bauordnungsamt, all diese ganzen Einrichtungen brauchen diese Arbeit. Und dass das hier sauber gelagert wird, dass man damit arbeiten kann, das ist einfach eine wichtige Pflichtaufgabe der Stadt Bayreuth.
Das neue Stadtarchiv hat eine Nutzfläche von rund 2.300 Quadratmetern. Aneinandergereiht hätten alle dort untergebrachten Akten eine Länge von etwa 1,5 Kilometern. Das Projekt hat rund 21,5 Millionen Euro gekostet. Fördergelder sind vom Kulturfonds, der Oberfrankenstiftung und der Städtebauförderung gekommen. Regierungspräsident Florian Luderschmid hat in seiner Rede auf die Bedeutung von Archiven hingewiesen:
Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag gegen Fake News, die wir ja überall haben. Zur Versachlichung der Diskussion tragen sie bei. Archive müssen neutral sein. Archive müssen überlegen, was ich für die Zukunft brauche, dass die Zukunft uns irgendwann mal erforschen kann. Und das sind im demokratischen Rechtsstaat einfach unheimlich wichtige Aufgaben, die die Stadt Bayreuth hier durch ihr Stadtarchiv erfüllt.
mz