14 Stunden pro Woche: so viel Zeit für Bürokratie in der Gastro laut Kulmbacher DEHOGA-Sprecher Schütz

01. Januar 1970 , 01:00 Uhr

Behörden vernetzen und mehr digitalisieren – dadurch spart sich Schweden im Gegensatz zu Deutschland viele bürokratische Schritte. Das haben Delegierte der IHK, auch aus Oberfranken, bei einer Reise in das skandinavische Land erfahren. Laut Zahlen des Ifo-Instituts kostet Deutschland die überbordende Bürokratie im Jahr 146 Milliarden Euro. Das wundert Alex Schütz, Vorsitzender des Kulmbacher Hotel- und Gaststättenverbandes, nicht. In seiner Branche gibt es etliche bürokratische Schritte, die vereinfacht werden könnten. Beispielsweise müssen Wirte jedes Jahr aufs Neue die Außengastronomie beantragen oder auch mehrmals am Tag die Temperatur ihrer Kühlung kontrollieren und in Ordnern dokumentieren. Und das kostet Zeit:

„Ich brauche in meinem kleinen, mittelständischen Betrieb in Wartenfels durchschnittlich 14 Stunden in der Woche, um dieser Bürokratie gerecht zu werden. Über Kennzeichnung von Temperaturen und so weiter und sofort.“

Viele Regelungen, wie Hygienevorschriften oder der Jugendschutz, seien wichtig und richtig, so Schütz weiter. Allerdings müssten viele Schritte noch einmal überdacht oder digitalisiert und damit vereinfacht werden.

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